Curse – Die Farbe von Wasser

Am 23. Februar 2018 hat Curse „Die Farbe von Wasser“ veröffentlicht. An diesem Tag bin ich mehrere hundert Kilometer mit dem Auto gefahren und hatte so die Möglichkeit, mich mit diesem Album für mehrere Stunden zu beschäftigen. Ich war gespannt, was mich erwartet.

Die Farbe von Wasser
Ich bin begeistert!

Nach den ersten Singles war ich zwiegespalten. Ich war nicht so recht sicher, ob mir ein komplettes Album der Art „Was Du bist“, „Bei mir“ und „Stell Dir vor (Reprise)“ wirklich mitreißen würde. Ende März steht jedoch der Gang zum Konzert an und somit wollte ich dennoch wissen, wie sich die Platte anhört. Als dann „Manuskript“ mit Samy Deluxe und Kool Savas veröffentlich wurde, war ich verwirrt. Ich mochte diesen Song sofort, doch stellte sich mir eine Frage. Wie sollte dieser Song denn nun zu den anderen passen? Gut, dass ich Zeit hatte die Lösung zu dieser Frage herauszufinden.

Die zwei Hälften des Albums
  • 01. Wer weiss, wie viel Zeit uns noch bleibt
    02. Was du bist
    03. Bei mir
    04. Waffen
    05. Achterbahn / Riesenrad
    06. Aufgeben feat. Fab
    07. Stell dir vor (Reprise)
    08. Manuskript feat. Samy Deluxe & Kool Savas
    09. Paralleluniversen
    10. Safe feat. Muso
    11. Immer mehr feat. Kaind
    12. Methadon feat. Muso
    13. Goldregen feat. Mariama & Kool DJ GQ
    14. Bis wir uns Wiedersehen feat. Fab

Wenn wir uns die Tracklist anschauen, fällt vor allem auf, dass die ersten drei Veröffentlichungen des Albums innerhalb der ersten Hälfte des Albums stattfinden. Mit Manuskript wird anschließend die zweite Hälfte des Albums eingeläutet.

Wie ich nun also im Auto saß und die ersten Songs abspielen ließ, überzeugte mich Curse mit der Anordnung der Songs immer mehr. Ich hatte das Gefühl als habe sich Curse so viele Gedanken um den Aufbau der Tracklist gemacht, dass die Songs logisch eine Reihenfolge ergeben. Insbesondere die erste Hälfte wirkte sehr stimmig.

Mit Manuskript kam ein Bruch in die schöne Ordnung. Ein Bruch zur rechten Zeit? Persönlich würde ich sagen ja. Ein Ausbrechen, Bock auf Rap. Backspin hat eine Kurz-Doku zum Videodreh gemacht.

Welche „Hälfte“ ist denn nun besser?

Beide Hälften haben ihre ganz eigenen Seiten und ergeben zusammen einen wahnsinnig guten und ausgewogenen Soundteppich. Während die erste Hälfte eher ruhig startet, ergibt sich im weiteren Verlauf ein bewegteres Bild, das sich wunderbar an die erste Hälfte schmiegt. Meine persönlichen Top 3 befinden sich jedoch alle auf der zweiten Hälfte. Dazu später mehr.

FAZIT

Curse hat in Zeiten der Streaminganbieter ein Album konzipiert, das genug Potential für viele Singles bietet und trotzdem in seiner Gänze als Album zum Durchhören funktioniert.

Merke: Niemals ein Album anhand der Singles bewerten. Selbst nach sechs, sieben kompletten Hördurchläufen innerhalb kürzester Zeit möchte ich noch immer das ganze Album hören, nicht nur 01ausgewählte Lieder.

Nach anfänglicher Skepsis freue ich mich nun sehr auf das anstehende Konzert.

Bewertung

★★★★★

TOP 3

2 Kommentare

  1. Nice, danke für den Tipp. Curse hielt ich ja schon für abgeschrieben, als ich von seinem Lebensratgeberbuch erfahren hatte. Natürlich bleibt der Rap-Papa aber am Ball.

    1. Verstehe ich voll. Die ersten Songs haben mich als einzelne Songs auch nicht sofort gepackt. In der Mini-Doku sagt er selbst, dass er manchmal einfach Bock auf Rap hat und nicht nur deepe Songs schreiben will.

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