1. Maeckes – Manx
Was dieser Maeckes da abgeliefert hat. Unglaublich. Ich schrieb da bereits mehrfach drüber. Platz 1 hat Maeckes mit Manx bei mir bekommen, da das Gesamtwerk erstens ganz großes Kino ist, wie immer bei Maeckes, und ich zweitens viele Textfetzen persönlich auf mich beziehen kann. Da finde ich mich wieder. Das gab natürlich auch den Ausschlag.
Aber die Art, wie Maeckes hier Energie reingesteckt hat und glücklicherweise auch als Spiegel nach außen darstellt, ist einfach große Klasse. Seine Bilder, die er übermittelt, sind wunderschön bis tragisch.
Wer dieses Meisterwerk bisher nicht käuflich erworben hat, sollte dies schleunigst nachholen.
Anspieltipp: Gossip.
2. Thees Uhlmann – Thees Uhlmann
Das gleichnamige Album landet auf Platz 2. Die Qualität des Album ist unumstritten. Warum es jedoch „nur“ auf Platz 2 gelandet ist, ist relativ schnell erklärt.
Das Gesamtwerk bietet mir nicht genug Abwechslung. Es ist alles irgendwie sehr ähnlich. Ich höre das Album nachwievor gerne von vorn bis hinten durch. Aber eben nicht mehr als einmal.
Anspieltipp: Lat: 53.7 Lon: 9.11667
3. Casper – XOXO
Vielleicht mag es verwundern, dass ich XOXO nur auf Platz 3 setze, freute ich mich doch tierisch drauf.
Das ganze ist ein super Album. Keine Frage. Vielleicht beattechnisch kein Hip Hop mehr, macht aber auch nichts. Jeder, wie er es für sich persönlich sieht. Platz 3 ist es allein deshalb geworden, dass mein Hype um das Album nach ca. 10-fachem Hören abgeflacht ist. Das liegt daran, dass ich Casper Platten ohnehin meist erst 1-2 Jahre nach Release ohne Barrieren feiern kann. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ist aber trotzdem so. Und das ist auch gar nicht schlecht.
Zumal dieser gute Mensch, der sich wie das Schlossgespenst nennt, live meine absolut 1. Wahl ist. Da kann man das hier wohl durchaus gut verzeihen, oder, Benjamin?
Anspieltipp: Michael X / 230409
4. Cro – Easy
Immer diese Künstler, die ein Hype umgibt. Cro dürfte in der „Szene“ dazugehören. Jedenfalls in meiner Definition des Umfelds. Und das auch völlig zurecht. Wie ich finde.Seine Musik ist ziemlich frisch. Gerne auf mal aufm Ceasars-Sample (Kein Benz).
Es macht einfach Spaß diese Platte zu hören.
Anspieltipp: Easy
5. Prinz Pi – Rebell ohne Grund
Prinz Pi hat einen großen Anteil an meinem Musikjahr 2011. Gleich im Januar so ein Brocken. Gut bis klasse. Dadurch, dass ich die Tour zum Album besucht habe, kann ich dieses Album noch mehr feiern. Insbesondere eben jene Stücke, die sonst bei mir eher untergegangen sind. Und dennoch war es eben auch Prinz Pi, der dieses Jahr für mich gleich emotional beginnen lassen sollte. Ganz besonders bei „Eifer & Sucht“.
Anspieltipp: Drei Kreuze für Deutschland
6. Ahzumjot – Monty
Und noch einer, der „Hype“-Ecke. Ahzumjot. Teil der „Schlechten Menschen“ und gut befreundet mit eou, Rockstah, Casper, Cro usw. Dieser verzwickten Connections.
Elektronischer Rap. Anders. Ungewohnt. Neu. Eigen. Probleme von uns, seiner Generation. Er kennt das ja selber. Wenn auch anders. In Hamburg.
Anspieltipp: HausKindFrau
7. Kool Savas – Aura
Kool Savas lieferte das, was ich erwartet habe. Bin ja ohnehin noch nie der riesen Savas Hörer gewesen. Jedenfalls nicht, wenn man ganze Alben betrachtet. Warum er dennoch hier aufgeführt ist, hat den ganze einfachen Grund, dass er qualitativ eben doch unbestritten gut ist. Ganz einfach. Nicht mehr, und nicht weniger. Außerdem bin ich auf „Und dann kam Essah“ hängengeblieben.
Anspieltipp: Und dann kam Essah
8. KIZ – Urlaub für’s Gehirn
Naja, KIZ eben. Ohne Punkte. Besser als „Sexismus Gegen Rechts“. Unterhaltsamer. Leichter. Es macht einfach wieder viel mehr Spaß das ganze Album zu hören.
Anspieltipp: Abteilungsleiter der Liebe
9. 23 – 23
23 ist nicht etwas deshalb so weit hinten gelandet, weil ich enttäuscht bin. Der Grund, die Platte von Sido & Bushido hier zu finden ist der, dass ich die beiden Künstler solo (oder eben beide zusammen) lediglich als Unterhaltung wahrnehmen kann. Es berührt mich persönlich nicht sonderlich. Enttäuscht bin ich nicht, ich habe ja nicht mehr erwartet.
Anspieltipp: Ein Märchen
10. F.R. – Ganz normaler Wahnsinn
Außerordentlich sei hier die letzte Ausgabe der Kennenlernrunde erwähnt. Weitere Informationen sind hier nachzulesen.
Ein SchwarzWeiss von Samy Deluxe ist deshalb nicht in dieser Liste zu finden, da ich perösnlich enttäuscht bin von diesem Werk. Es hat bis auf 2 Tracks (namentlich „Poesie Album“ und „Eines Tages“) nichts, was mich großartig anspricht.
Und doch werde ich im Nachhinein sicher wieder einige Platten erst entdecken, wenn sie schon irgendwie eine Art Klassiker-Status haben. Und ich mal wieder dahin geschlichen bin, ohne links und rechts ausgiebig genug geschaut zu haben. Aber das dürfte jedem so gehen. Ich Normalo.