Kategorie-Archiv: Musik

Review: Max Herre – Hallo Welt! Kahedi Radio Live (Juice Exclusive EP)

In der Ausgabe #145 der Juice (September 2012) ist mal wieder eine EP enthalten. Von Max Herre.

Tracklist:
01. Hallo Welt!
02. Aufruhr (Freedom Time) feat. Patrice & Fetsum
03. Jeder Tag zuviel feat. Antonini (Mega! Mega!)
04. Esperanto feat. Joy Denalane
05. Kahedi Dub & Yogibär Medley feat. Megaloh
06. Rap ist feat. Megaloh
07. 1992
08. Wenn der Vorhang fällt feat. Afrob & Grace
09. Wolke 7 feat. Philipp Poisel
10. So Wundervoll feat. Aloe Blacc

Viel gibt es dazu nicht zu sagen. Wer ihn mag, wird diese EP mögen. Ja, das behaupte ich einfach mal.

In vielen Momenten sah ich mich einfach in der Menge vor der Bühne. Es war wunderschön. Sehr entspannt im späten Stadium eines Sonnenuntergangs. Einfach wunderschön. Viele Feuerzeuge.

Max Herre und seine Bühnenbegleitungen schaffen es einfach die Texte locker wie Wolken klingen zu lassen. Man hört zu, wird gefesselt, saugt alles auf.

Ein einziges, kleines Manko habe ich dennoch: Die Nennungen von Kahedi Radio. Aber das kann auch einfach ein ganz persönliches Ding sein.

Ganz ehrlich, kauft euch das Heft. Für 5,90 lohnt es sich allein schon wegen der EP.

Um es in Jan Delays Worten zu sagen:

Hip Hop ist wieder wer.

Und Max Herre ist es immer noch!

Ich weiß wieder, warum ich Casper so sehr mag.

Eigentlich wusste ich es schon immer. Aber mir ist das soeben wieder bewusst geworden.

Ich höre Casper im Prinzip seit 2007. Mehr oder weniger intensiv. Die ersten Kontakte habe ich tatsächlich schon mit Die Welt hört mich gemacht. Leider natürlich nicht auf dem legalen Weg. Aber ich hörte das und was auf eine gewisse Art und Weise hin und weg. Auch, wenn ich zu der Zeit mit dieser Musik ziemlich allein stand. Die Stimme hatte nicht gefallen, oder sonst irgendwas. Aber trotzdem, ich blieb dabei.

Dann kam Hin zur Sonne und irgendwie war das zu dem Zeitpunkt für mich nicht greifbar. Es war weiter weg, als ich Die Welt hört mich fühlte. Es war etwas anderes, nicht so ganz das für mich. Dann kam das Splash! 2009 und ich fühlte Casper bei seinem Auftritt so sehr, dass es keinen Ausweg gab, außer Hin zur Sonne zu kaufen. Allein schon, weil dieser Musiker das live so unglaublich gut rübergebracht hat. Der Kauf war wohl auch kurz bevor sein 1. richtiges Album ausverkauft war. Wie ich aber erst später gemerkt habe. Ich fühlte mich ein wenig elitär, wollten es doch so viele Leute haben.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch immer relativ allein in meinem Umfeld, wenn es um Casper ging. Auf Geburtstagsfeiern spielte ich Casper, doch die wenigsten sahen irgendwas positives darin. Gut, manche werden eben erst spät klug.

Und dann kam XOXO so langsam ins Rollen. Ich wusste, obwohl mir die ersten Probeaufnahmen nicht sonderlich zusagten, dass das was wird. Ich war von Tag eins an so sehr auf das Album fixiert, wie ich es vorher nie erlebt habe. Und dann war da das Splash! 2011. Das Album kam an dem Freitag raus, ich war aber an dem Donnerstag schon dort. Also von CD auf MP3 gewechselt. Dank dem Netz dort war das nicht möglich. An dem Montag also endlich die MP3s bekommen. Es fehlte mir aber nachwievor die physikalische Version. Somit wurde das ganze noch auf CD besorgt.

Und dann sitze ich jetzt hier, habe die DVDs zu Der Druck Steigt gesehen und fühle unglaublich viel. In gewisser Weise fühle ich vieles noch besser, wenn ich die Hintergründe mehr oder weniger kenne.

Angefangen von Rasierklingenliebe, was mich irgendwie in schwierigen Phasen weiter reingezogen hat, gleichzeitig aber auch rausgeholt hat. Casper war quasi der Musiker, der zu jeder meiner Launen immer irgendwie die passende Musik hat. Das ganze wurde mit XOXO abgerundet. Insbesondere Michael X möchte ich da nennen, habe ich mich doch teilweise selbst in dem Lied besungen gehört. Es war ein ganz verrücktes Gefühl.

Jedenfalls werde ich wohl nicht vollkommen unglücklich werden, sollte ich ihn im Jahr 2012 – das wäre dann nach 2009 das erste Jahr – nicht (bei einem eigenen Konzert) live sehen können. Denn ich verbinde so viele Emotionen und Momente mit diesem Menschen als Musiker, dass das Ganze nicht so schnell ins Negative rutschen kann.

Es geht ein Dank raus an Benjamin Griffey, besser bekannt als Casper.