Archiv für die ‘Gedanken’ Kategorie

Ich bin dann bald frei.

25 Januar 2012

So wird das im Juni wohl sein.
Aufmerksame Leser meines Twitter-Accounts könnten nun die 2 Teile erraten, die mich zu der Überschrift führten. Ich werde die Bundeswehr verlassen und das gleiche passiert mit meinem Elternhaus. Ich werde ausziehen. Für’s Studium. Es sind zwar „nur“ etwa 35km, aber man wohnt dann eben nicht mehr zuhause. Das wird anders. Aber nun noch mal ganz von vorn.

Am 01.06.2012 werde ich wieder Zivilist sein. Das klingt jetzt so, als freue ich mich darauf. Das stimmt auch. Es klingt auch so, als habe ich die Bundeswehr satt. Das stimmt nur indirekt. Denn eigentlich ist es nicht die Bundeswehr, die mich unglaublich nervt, sondern die “Arbeit”, die ich hier verrichten darf. Denn, was ich ahnte, stellte sich als bittere Realität hinaus. Büroarbeit, also strikt nur im Büro sein, wollte ich nie. Dass ich dann so etwas wie Sekretär sein durfte, verschlimmerte die Sache um ein Vielfaches. Denn eigentlich ist das Arbeitsumfeld sehr angenehm. Es gibt natürlich immer irgendwie Ausnahmen.

Aktuell muss sich noch zeigen, in was für einem direkten Umfeld ich wohne. Wahrscheinlich wird es einer 2er-WG. Und ich glaube das ist auch gut so. Aber ich muss noch bedingt auf Antwort warten. Ab April kann ich mich/können wir uns dann auf Wohnungssuche begeben. Wenn möglich möchte ich das ganze auch gleich im Juni machen, damit sich das akklimatisieren kann.

Ich freue mich auf die neue Zeit in eigener Wohnung und alledem, was da so zugehört. Ich bin froh um die gemachten Erfahrungen. Jedoch wird es so langsam Zeit allein zu leben. Allein im Sinne von Selbstständig, versteht sich.

Danke für Alles, was mir bisher abgenommen wurde, aber es wird Zeit.

Ich darf mich dann bald also „Kasseler“ schimpfen – hoffentlich.

Auf der Sonnenseite (Original)

20 Januar 2012

Die Wetterbeschallung regelrecht ausgehebelt,
die Sonne total vernebelt,
ein Gefühl der Übermenschlichkeit,
vollkommene Heiterkeit.

Jegliche Einwände prallen ab,
einfach mal glücklich vor sich hin leben,
Probleme kurzzeitig zur Seite schieben,
positive Energie sprudeln lassen.

Mit einem Grinsen durch die Welt gehen,
andere Menschen anstecken,
zusammen tanzen* und freuen,
die Welt als Freudenort ansehen.

* wild umher hopsen

Die Spitze des Eisbergs

19 Januar 2012

Zumeist allein,
allem ausgesetzt,
wenig Liebe bekommen,
selten erklommen.
Der Natur ausgeliefert,
starr vor sich hin treibend.

Niemand hört die Schreie,
keine kann sie hören, die Schreie,
voller Schmerzen lebend,
innerlich immer bebend,
keine Möglichkeit der Erleichterung,
auf der Suche nach Erheiterung.

Olle Kamellen

13 Januar 2012

Folgender Tweet der besten StereoSushisu ist verantwortlich für die folgenden Zeilen.

Ich traf in den letzten 40 Tagen einige Leute, die ich seit dem Abitur nicht mehr sah. Und 95% gehören in die Kategorien, die dort auf dem Bild zu sehen sind. Ich nenne das ganze einfach mal Kategorien.

Im echten Leben kommt man ab und an nicht umher mit Menschen, die man ursprünglich der 1. Kategorie zugeordnet hat, gleichzeitig an einem Ort zu sein. Vielleicht ist es nicht freundlich, aber das interessiert mich in diesen Momenten nicht. Ich kann auf diese Heuchelei dankbar verzichten. Ich spreche einfach nicht mehr mit denen. Ob ich mich dadurch noch viel unbeliebter mache, stört mich nicht. Ja, ich selektiere. Und ich fühle mich gut dabei. Vermutlich selektiert jeder auf irgendeine Art und Weise. Ich fand dieses Bild (im sprichwörtlichen Sinne), welches wir im Ethikunterricht hatten, sehr schön. Es wurde selektiert. Auch wenn es bei mir nicht ein selektieren nach stark und schwach oder arm und reich ist.

Der Vorteil ist ganz einfach der, dass ich mich nur mit Menschen abgebe, mit denen ich mich auch abgeben möchte. Das geht von “Lieblingsmenschen” bis hin zu Menschen, mit denen ich einfach gerne Konversationen pflege, aber keine sonderlich große Bindung habe.

Der Nachteil ist prinzipiell noch einfacher darzustellen. Allzu oft passiert es, dass man alleine irgendwo ist. Sei es im besten Fall auf kulturellen Veranstaltungen wie Konzerte, Kino oder ähnliches. Schlimmer jedoch sind irgendwelche Ansammlungen von Menschen, die sich, oder einen, womöglich “Freunde” schimpfen, man sich selbst aber in keinster Weise als ein solcher fühlen kann. Stichwort Ehemaligentreffen.

Was im alltäglichen Leben außerhalb der Internetwelt relativ einfach ist, scheint im Internet bei Nutzung von sozialen Netzwerken ungleich schwieriger. Ich hatte lange Zeit das Gefühl,  man müsse auf Portalen wie Facebook immer alle “Bekannten” als Freund hinzufügen. Sonst wäre das ein schlechtes Zeichen. Man könnte ja meinen, man hätte persönlich was gegen sie. Allerdings, nachdem ich nun einen neuen Facebook-Account habe, ist mir diese Denke vollständig egal geworden. Denn mir war das zu voll. Ähnlich wie in einer Großraumdiskothek. Die mag ich auch nicht. Ich möchte in Ruhe Menschen “treffen” können. Natürlich könnte ich mit Listen arbeiten. Aber wofür. Nur, um zu zeigen, dass ich die Person mal persönlich getroffen habe, wenn überhaupt? Das ist so unglaublich dumm und sinnfrei. Ich wende meine “real life”-Regel einfach auch in den Weiten des Internets an und alles ist gut. Jedenfalls fühle ich mich wohler.

Ich möchte auch einfach nicht irgendwo sein, wo vielleicht 1 von 500 Personen dabei ist, die ich “mag”. Es sind ja immerhin viel zu viele, die mich nerven, ohne irgendwas mit mir zu tun zu haben.

Ach ja, ich habe auch noch eine weitere Kategorie. Sie nennt sich “Möchte ich nie betrunken gegenüberstehen”. Aus Gründen, die schon beim Gedanken an die Person Zorn schüren. Ich befürchte dabei noch irgendwann aus den Fugen zu fliegen. Um in diese Kategorie zu gelangen, bedarf es jedenfalls eine lange Zeit und eine Menge Unsinn (Unsinn im Sinne von dummen Aktionen). Problematisch ist das ganze ja nur, dass ich eigentlich ein ziemlich friedlebender Mensch bin. Wenn Explosion, dann wohl auch zu sehr. Davor habe ich Angst. Deswegen selektiere ich.

Das tat gut!

Warum ich am Wochenende gar keine Lust auf Feiern habe.

26 November 2011

Den Grund kann ich ganz einfach erklären. Auch, wenn es viele in meinem Umfeld nicht verstehen wollen.

Ich “darf” mir Werktags etwa 9 Stunden Sachen, die mich nicht interessieren, in einer Lautstärke von 100db, wenn direkt neben mir, anhören. Und das ganze höre ich täglich mindestens 3x. Also alles 3x. Mindestens. Das ist erstens sehr nervig und zweitens nicht gerade nervenschonend.

Von daher bin ich froh, wenn ich am Wochenende einfach mal Ruhe haben kann. Abschalten. Musik. Alles aber meist mit einer sehr entspannten Lautstärke.