Woche 1 nach der GA

Man kennt das ja. “In der AGA wird man gequält, danach ist es echt entspannt.” Dass das ganze so entspannt ist, damit habe ich freilich nicht gerechnet. Viele, wenn nicht sogar die meisten Dinge, die man in der AGA gehört hat, ändern sich in der Stammeinheit.

Ist das gut, oder doch eher schlecht?
Also so manche Sachen finde ich persönlich gut. Andere Sachen sind schlecht. zB das putzen. Ich kam in meine Stube und dachte so: wtf, lebt hier keiner? Hier leben Menschen, sind scheinbar nur zu faul zum Putzen. Doof. Denn dann ist alles ganz schnell ganz dreckig. Doof.
Dafür sind idR wohl die Arbeitsverhältnisse viel besser geworden. Man muss also für sich selbst wissen, wie man das ganze sieht.

Grundausbildung bei der Bundeswehr

Hier möchte ich einen Erfahrungsbericht abgeben über meine Grundausbildung und über die Grundausbildung allgemein.

Grundsätzlich gilt erst mal, dass die Grundausbildung für die einzelnen Verwendungsreihen unterschiedlich ist. Zwar sind bestimmte Teile in jeder Grundausbildung aus guten Gründen gleich, doch sie unterscheiden sich eben.

Was passiert in der Grundausbildung?
1. Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Leider ist dieser Punkt bei vielen Ausbildern viel zu langweilig. Nicht, weil man nichts machen würde, sondern weil man stumpf ständig das gleiche macht. Glücklicherweise hatte ich nicht ständig die gleichen Ausbilder beim Sport, so dass auch eine gewisse Abwechslung zustande gekommen ist. Gut so! Nur stumpf im Kreis laufen macht eben einfach keinen Spaß!

2. Unterrichtungen
2.1 Politische Bildung
2.2 Unterrichtungen zum Verhalten als Soldat

Dazu ist zu sagen, dass das ganze echt informativ ist und viele Lücken schließt, die man so, ohne dass man sich dafür großartig interessiert hat, doch angesammelt hat. Die Ausbilder bekommen Präsentationen vorgegeben, die aber oftmals nicht so genau eingehalten werden in der Reihenfolge. Warum? Weil die Ausbilder eine andere Reihenfolge bevorzugen, damit die Themen verständlicher und vollständiger angesprochen werden. Außerdem spart man sich so unnötige Wiederholungen.

3. Putzen
Ja, das wohl leidigste Thema im Leben eines Soldaten in der Grundausbildung. ABER das Thema muss sein. Weniger meine ich den Aspekt, dass man in sterilem oder sauberem Umfeld leben soll, sondern viel mehr, dass man den jungen Menschen erst mal zeigen musste, wie man putzt. Scheinbar haben viele von den jungen Soldaten in ihrem meist schon mehr als 18-jährigem Leben nichts, oder jedenfalls nicht sehr viel, vom Putzen gehört. Daher ist es am Anfang auch schwierig, alles ordentlich sauber zu bekommen und diejenigen, die schon vorher ein wenig “Ahnung” vom putzen hatten, müssen organisieren. Das kostet Nerven!

4. Umgang mit Waffen
Diesen Punkt lasse ich einfach unkommentiert so stehen.

Fazit. Wie ein Ausbilder bei der Verabschiedung sagte, sind einige Menschen gereift. In mehreren Themen. Ordnung, Sauberkeit, Willen usw.

Monat 1: bestanden!

Der erste Monat der Grundausbildung bei der Bundeswehr ist quasi rum.

Wie war es? Anstrengend und spaßig!
Wie war die Entwicklung innerhalb der Truppe? Von einem Sauhaufen zu einem mittlerweile halbwegs disziplinierten Trupp.

Wie gefielen mir die ersten Wochen?
Ein total anders Gefühl, aber man gewöhnt sich ja, wie man weiß, an (fast) alles. Ist alles auch gar nicht so schlimm. Jeder Ausbilder bildet eben anders aus. Muss man sich mal überlegen. Man kann nicht pauschalisieren.

Ein Satz, der es wohl am besten trifft: “Nichts ist so beständig, wie Änderungen in der Bundeswehr.”

Musikhörer weniger 10

Derzeit bin ich ja, wie die meisten wissen sollten, bei der Bundeswehr. Und ja, nach Dienst dürfen wir auch mit Laptop und dergleichen arbeiten. Und da ich mir ja vor etwa 1 1/2 Monaten mein Macbook Pro zugelegt habe, habe ich dementsprechend wenig Musik auf der Festplatte. Denn: Ich lade nur noch wenige Mixtapes und dergleichen, sondern rippe eigentlich nur noch meine Original-CDs. Und vieles, was kostenlos ist. Dementsprechend habe ich nach meinem letzten Einkauf wenig Abwechslung auf dem Macbook. Das meiste ist deutscher Hip-Hop. Und sehr wenige hier können damit etwas anfangen. Vorhin fragte man mich, ob ich denn auch ein Gangster sei, da ich die passende Musik hören würde. Ich hörte da gerade: “Kodimey – König von Sega”

Soweit so gut, habe ich mit meinem Musikgeschmack natürlich mal wieder in die falsche Kiste gepackt. Viele Metal-Hörer und sowas. Wie man es mag. Ich mag es vereinzelt, wie aber jede Richtung eigentlich. :)

Fühle mich fast schon wie daheim.

Natürlich ist die Umgebung hier (Ostsee) nicht mit der heimatlichen Umgebung zu vergleichen. ABER die Menschen werden immer mehr wie die Menschen, mit denen ich die letzten Jahre verbracht habe. Viele sind auch nicht zu vergleichen oder gar zu ersetzen, aber gewisse Parallelen zeichnen sich echt so langsam ab.

Meine Rufnamen der Kameraden gleichen denen von daheim: Michi, Obi, Obi-Wan Kenobi etc. pp – wie daheim! Außerdem habe ich nach Dienst auch noch das Internet, wo ich die gleichen Seiten besuchen kann, wie daheim. Also auch gleich. Nichtsdestotrotz freue ich mich, am Wochenende einfach mal nach Hause zu fahren, und die Menschen dort zu sehen. Familienteilung quasi. Mal hier, mal da. Und bald in einer neuen Kaserne.