Das kommende Wochenende

wäre ohne Einberufung zur Bundeswehr in Ferrepolis verbracht worden. Und zwar auf dem Splash!-Festival. Mein Wochenende hätte also folgendermaßen ausgesehen:

Donnerstag:
Samoa Tent 02:30 – 05:00 Marsimoto Soundsystem

Freitag:
Main Stage 18:00 – 18:30 Snaga & Pillath
Main Stage 19:45 – 20:30 Olli Banjo
Aruba Stage 20:30 – 21:15 D-Flame
Main Stage 22:15 – 23:15 Kool Savas
Samoa Tent 03:30 – 05:00 Denyo & DJ Mad (Beginner Soundsystem)

Samstag:
Main Stage 15:00 – 15:45 KraftKlub
Main Stage 16:00 – 16:45 Die Orsons
Main Stage 18:00 – 18:45 Harris
Main Stage 22:15 – 23:30 Gentleman

Sonntag:
Main Stage 19:30 – 20:30 Casper
Main Stage 21:00 – 22:00 Blumentopf
Main Stage 22:30 – 23:30 Samy Deluxe

Alle anderen Zeiten wäre sicher auch irgendwie überbrückt worden. Eine bestimmte Zeit, wann ich Schluss machen würde, stände für mich nicht fest. Nun ja. Alles Traumdenken. Stattdessen verbringe ich das Wochenende daheim.

Keine Akzeptanz für Musikkäufe

Schrecklich. Ich kaufe CD’s und werde dann von allen Menschen angeschissen und es wird nachgefragt, ob ich denn noch alle Tassen im Schrank hätte. Finde ich gar nicht gut. Ja, ich kaufe CD’s und ich stehe dazu! Ich möchte irgendwann eine große Musiksammlung besitzen und mich immer wieder an dann alten Scheiben erfreuen. Und ja: Ihr könnt gerne sagen, dass ihr keine Musik kauft, oder ihr es nicht versteht oder dergleichen. Ich aber werde immer wieder die Musik kaufen, die ich gerne höre. :)

Heute dazu gekommen sind:
Kool Savas – John Bello Story II (Brainwash Edition)
Kool Savas – John Bello Story III
Peter Fox & Cold Steel – Live aus Berlin
Deichkind – Aufstand im Schlaraffenland
Deichkind – Arbeit Nevt
Samy Deluxe und Tsunami Band – Live
Absolute Beginner – Bambule
Absolute Beginner – Blast Action Heroes (Version 2.0)

Mir war es einfach zu doof, im Media Markt, 10 Regale durch zu gehen, daher ist es nur deutscher Hip-Hop. :)

Insomnia

Ich bin ja so eine Person, die schon mal paar Tage ohne Schlaf auskommt. So fühle ich mich derzeit auch. Ich schlafe zwar 4-7 Stunden, aber dennoch fühle ich mich am Abend wieder müde wie sonst was. Das ganze hat mehrere Gründe. Zum einen diese Hitze, bei der wir ausgebildet werden. Dafür werden wir morgen bereits um 03 Uhr morgens – eigentlich noch nachts – aufstehen un die Ausbildung gegen 13 beenden. Zum anderen kommen unbekannte körperliche Ansprüche hinzu, die den Geist ebenso müde machen.

Auswege: Red Bull, Kaffee, Eistee für den Kopf, Wasser für den Körper – etwa 5-6 Liter trinken wir hier locker pro Tag und natürlich das “gute” Essen aus der Kantine. Für den Kopf hilft dann auch mal Coke, oder nen Riegel oder dergleichen.

Sinn dieses Beitrages = 0. :)

DB – Zeiten müssen stimmen

Es wurde ja schon viel über die DB geschrieben, doch auch ich reihe ich mich nun ein. Ich bin sowohl überrascht, wie teils auch schockiert, wo Straff die Abläufe bei der Bahn sind. Geht bei einem Zug etwas schief, leidet der nächste Zug darunter. Ich selbst war Opfer jener Verkettung unglücklicher Begebenheiten.

Es war Freitag und die Rekruten konnten die Kaserne nach den ersten 9 Tagen in Richtung Heimat verlassen. Machten natürlich die meisten. Die meisten hatten zudem noch gleichzeitig Schluss. So kam es, dass sich am Kasernen-Ausgang Unmengen an jungen Menschen versammelten, um zum Bahnhof zu kommen. Es war wohl so gegen 11.45 Uhr als die Gruppe, mit der ich Richtung Heimat fahren fahren wollte, den Ausgang erreichten. Uns wurden noch Flyer in die Hand gedrückt und schon standen wir in einer Meute junger Menschen, die auf Taxen warteten. Busse fahren so gut wie gar nicht mehr, da diese in den vorherigen Quartalen nicht von den Rekruten benutzt worden sind. Daher muss man sich eben ein Taxi rufen. Der Zug, den wir nehmen wollten, sollte um 13.27 Uhr fahren. Eigentlich locker machbar, dachten wir. Die Zeit verging und es schien nicht so, dass noch ein Taxi kommt, wessen Fahrer nach „Obijon“ brüllen sollte. Um 13.12 jedoch war es soweit. Wir wären wohl nicht ganz pünktlich gewesen, hätten es aber vielleicht doch noch geschafft. Wir erscheinen im Bahnhofsgebäude und waren schockiert. Der Zug, welcher uns möglichst schnell nach Hause bringen sollte, hatte „etwa 60 Minuten Verspätung“ – so die Zeittafel. Gut, mussten wir eben warten. Half alles nichts. Wir vertrieben uns die Zeit und setzten uns ca. 50 Minuten nach eigentlicher Abfahrtszeit in den Zug. Bis der Zug jedoch los fuhr, vergingen noch etwa 40 Minuten. Alles in allem hatte der Zug also bei der Abfahrt 90 Minuten Verspätung. Weil sich in Berlin jemand vor den Zug schmeißen musste, in dem das Personal für den Zug saß, den ich nehmen wollte. Ich hatte also schon so die Möglichkeit zu sagen, dass ich später zuhause ankommen werde. Als wir Hamburg erreichten, hatte der Zug bereits 110 Minuten Verspätung, also knapp 2 Stunden. In Lüneburg durften wir dann hektisch die Züge wechseln, da „unserer“ einen Motorschaden oder dergleichen hatte und die Fahrt nicht fortsetzen konnte. Also ab auf Gleis 2 gerannt und in den entsprechenden Zug eingestiegen.

Das lustige an der Sache ist, dass der Zug, in den wir also in Lüneburg eingestiegen sind, jener Zug war, der in Stralsund etwa ½ Stunde später losgefahren ist. Im Endeffekt hätten wir 2 Stunden warten können und wären dann von Stralsund durch gefahren. Wäre der einfachere Weg gewesen, aber man ahnt solche unglaublichen Zufälle ja nicht im Vorhinein und hofft auf das beste.

Statt 19.30 Uhr war ich so um 21.35 Uhr in Wabern am Bahnhof angelangt.

Danke Deutsche Bahn, dass du die Fahrten so unkompliziert wie möglichst anbietest, ohne dabei auf Zwischenfälle spontan reagieren zu können.

Bund-Wochen

Die Wochen 1 und 2 bei der Bundeswehr sind vorbei. Was wir gemacht haben? Viel geschwitzt, relativ wenig Sport und Schlaf. ‘ne Menge Unterricht und Einweisungen.

Der typische Tagesablauf: Aufstehen (5.00 Uhr), Frühstück, Unterricht, Mittagessen, Unterricht, Abendessen

Ich werde hier nicht detailliert irgendwas beschreiben, da die Bundeswehr bestimmte Regelungen hat, die wenig Spielraum lassen. Daher werden auch keine Bilder folgen und auch keine Namen genannt werden! Einfach, weil ich keine Schwierigkeiten bekommen möchte. ;)

Mein Fazit der ersten 9 Tage:
• körperliche Umstellungen:
- früh essen
- wenig Freizeit
- Pausen werden befohlen
- körperliche Leistungen müssen erbracht werden

• psychische Umstellungen:
- Befehle empfangen und umsetzten, wie gewünscht
- Kommentierungen der Befehle nicht laut ausführen

• Verhaltensumstellungen:
- man wird geführt, zur Not an die Hand genommen
- nur nach Dienstende ziviles Verhalten möglich

Das mag jetzt alles recht abwertend klingen, ist es aber gar nicht gemeint! Ich bin echt positiv überrascht! Nach so einigen Geschichten, die man ja immer wieder über die Bundeswehr hört, hat man ja schon gewisse Vorurteile entwickelt. Diese sind aber absolut nicht gerechtfertigt! Natürlich ist nicht jeder Vorgesetzte gleich und der ein oder andere auch recht streng, aber das gehört dazu!

Wer genaueres wissen möchte, darf sich bei mir persönlich melden. Werde aber sicher nicht ausplaudern, was ich nicht darf. Also keine falschen Hoffnungen machen. :)