Das war’s schon. Die Minute ist fast rum.
Archiv für den Monat Mai 2010
Ihr könnt euch niemals sicher sein
Ich schaute soeben jenen Film, der den gleichen Titel trägt, zum wiederholten Male. Und auch jetzt verspürte und verspüre ich eine so riesige emotionale Nähe zum Hauptcharakter Oliver, dass ich seine gezeigten Emotionen auch fast auslebe.
Doch, zu aller erst: Worum geht es in diesem Film?
Aus beruflichen Gründen zieht Thomas Rother mit seiner Familie in eine neue Stadt. Sein Sohn Oliver muss sich in einem neuen Gymnasium zurechtfinden. Der 17-jährige Junge ist sehr verschlossen und drückt sich vor allem durch seine Hip-Hop-Texte aus. Damit stößt er bei seiner neuen Deutsch-Lehrerin Selma Vollrath auf Unverständnis. Für seinen Aufsatz über Goethes Die Leiden des jungen Werther erhält er aufgrund seines Hip-Hop-Stils eine Sechs. Im Streit mit der Lehrerin über seine Arbeit verlässt er die Schulstunde und verliert dabei einen seiner Raptexte. Der drastische Song ist eine Gewaltfantasie, bei der sein Hass auf die Lehrerin Vollrath in der Ermordung gipfelt. Selma Vollrath ist entsetzt und leitet den Text an den Schuldirektor weiter. Als der Schulleiter die Polizei einschaltet, wird Oliver verhaftet. Bei einer Hausdurchsuchung stellt Hauptkommissar Weigel den Computer des Jungen sicher und findet dort Gewaltvideos. Die Polizei befürchtet einen Amoklauf des Jungen, kann ihn aber nicht länger festhalten. Sie möchte ihn zu einer Untersuchung in eine psychiatrische Klinik einweisen.
Dies ist so ziemlich der Anfang, sprich die ersten 20 Minuten des 127-minütigen Drama. Besonders bis zur und auch ab der 112. Minute – zwei völlig verschiedene emotionale Schienen – geht mir der Film sehr nahe. Warum? Weil ich mich in dieser unverstandenen Welt, in der Oliver lebt, sehr gut wiederfinden kann. Zwar nicht in dem Ausmaß, dass mir ein Amoklauf zugetraut würde, aber ich gewisser Sicht auf Gewalt gelte auch ich als “Verbrecher”. Doch eine Racheaktion befürte auch ich nicht.
Was also bleibt? Ich verspüre bei diesem Film eine so große emotionale Nähe, wie ich sie bei nur sehr sehr wenigen Filmen verspüre. Ein Beispiel dafür ist etwa “Ben X” – ebenfalls kein Hollywoodwerk. Dafür sehr emotional. Passend für mich. Ein deutscher Film übrigens. Das Drehbuch stammt von Menschen, die hauptsächlich Drehbücher für Serien wie “Tatort” schreiben. Alles in Allem ein sehr gelungener Film. Einer meiner Top 3.
PS: Nur weil jemand Gewaltspiele spielt und/oder Gewalttexte schreibt und hört, heißt das noch lange nicht, dass man selbst gewalttätig wird.
PPS: Ich verliebte mich in Karoline Teska – im Film namentlich als “Charlotte” mehrfach ein wichtiger Mensch für Oliver.

Deswegen entschied ich mich für die Bundeswehr.
Wie viele von euch wissen, werde ich ab 01.07.2010 meinen Grundwehrdienst antreten. Ich werde zur Marine gehen, genauer gesagt nach Stralsund. Dank neuen Entscheidungen kann ich nun über die genaue Zeit nichts sagen. Es wird wohl zwischen 20 und 23 Monaten pendeln.
Warum entschied ich mich für die Bundeswehr?
Weil ich für mich persönlich keinen Grund sah, mich ausmustern zu lassen oder Zivildienst zu machen. Es ist ja gut, dass es da einige für gibt, aber so viele, die sich haben ausmustern lassen, das ist zu viel. Punkt.
Warum habe ich mich für eben jene 20 bis 23 Monate entschieden?
Hauptsächlich, weil ich mir noch nicht ganz sicher bin, welche Richtung in Zukunft die beste für mich sein wird. Ich habe etwa 3 Richtungen, wo ich mich sehen kann. Eine davon ist eben jene Bundeswehr. Die anderen beiden haben ein reines Studium zur Folge. Die Fachrichtungen wären dann entweder “Wirtschaftinsgenieurwissenschaften” oder etwas soziales. Aber weniger sozial-kreativ wie es Eduard haben wird beim People’s Theater. Die Zeit bei der Bundeswehr kann stark zu meiner Entscheidung beitragen. Denn, wenn es mir da gefällt, werde ich wohl SaZ (Soldat auf Zeit) machen mit Ausbildung zum Offizier. Sollte es mir bei der Bundeswehr nicht gefallen, so habe ich schon mal mindestens 1/3 Möglichkeiten eliminiert. Die Erfahrungen können ebenfalls dazu beitragen, dass ich mich für eine oder die andere Richtung orientiere. Oder aber eine ganz andere als interessant ansehe.
FlattrED
Die Überschrift würde eigentlich eher zu Eduard passen, aber ich nutze sie. Was möchte ich hier denn nun eigentlich machen? Euch Flattr vorstellen. Was ist Flattr? Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären.
Nehmen wir dazu erst mal die Beschreibung von Flattr selbst:
* Flattr is a social micropayment platform that lets you show love for the things you like.
* Help support the people you like and enable them to continue with what they do.
* Add your own things to Flattr and receive appreciation from others.
auf Flattr.com findet man noch ein passendes Video dazu.
1. Wie läuft die Bezahlung ab?
Man lädt sein Flattr-Konto auf. Die Möglichkeit dazu besteht am einfachsten durch PayPal. Sollte man noch kein PayPal-Konto eröffnet haben, wird es echt langsam Zeit dafür!
2. Wie viel bezahle ich denn den Leuten, die ich “geflattred” habe?
Es besteht die Möglichkeit zwischen vier Summen entscheiden: 2, 5, 10 und 20€. Ich persönliche nutze derzeit die 2€-Variante, da ich einfach noch viel zu wenig Seiten kenne, die Flattr nutzen. Sonst würde ich ja glatt die Blogs anderer finanzieren.
3. Wie kann ich meine Beiträge bei Flattr veröffentlichen?
Wordpress bietet ein Plugin, welches man nutzen kann. Ansonsten kann man auf Flattr manuell Artikel/Beiträge einsenden, die dort veröffentlicht werden. Ich nutze die manuelle Methode, da man so nicht jeden Beitrag bei Flattr veröffentlicht, sondern nur die Artikel, von denen man meint, dass sie andere interessieren.
4. Was passiert, wenn das Flattr-Konto leer ist?
Man wird per E-Mail aufgefordert, das Konto wieder aufzuladen. Sonst kann man den jeweiligen Monat eben nichts flattren, also auch nichts bezahlen.
5. Wie kann ich mich bei Flattr anmelden?
Derzeit kann man sich nur auf die Warteliste setzen lassen. Oder aber man hat Glück und ein befreundeter – bereits bei Flattr angemeldetet – Blogger bekommt Invites. Gerade habe ich 2 Stück bekommen. Schauen wir mal, wen ich damit glücklich machen kann. :)
So. Nun noch was von mir:
Ich bin da irgendwie zweigeteilt. Natürlich ist das eine gute Sache, aber kann auch zu starken Einseitigkeit einer Website führen. Wenn man sich nur noch nach Flattr richtet, verliert man sicher so den ein oder anderen Leser, erhält möglicherweise andere Leser. Man sollte persönlich bleiben in einem persönlichen Blog und nicht jeden Beitrag flattren. Für weitere Fragen stehe ich natürlich bereit.
Und hepp: Erwachsen
So soll es doch ablaufen, wenn man vielen Erwachsenen glauben darf. Die Schule ist rum. Spätestens jetzt verlangt man von uns Schülern eine Lebensweise, die als Beispiel voraus gehen kann. Wir müssen selbst auf uns aufpassen und unser Leben fortan alleine regeln.
Was bedeutet das denn überhaupt?
Wir müssen unseren täglichen Ablauf planen und teilweise auch unser eigen Brot verdienen. Das ganze jedoch ist und wird vor allem noch teilweise unerträglich für manche. Vor allem beschäftigen sich viele ja derzeit mit Fragen “Was mache ich in der Zeit bis zum Studium/Bund/Ausbildung?” und müssen kämpfen, dass sie nicht einfach faul in der Ecke liegen. Wobei es von der Sorte sicher auch viele gibt. Wozu jetzt Stress machen, wenn man den Stress dann bei Beginn des jeweiligen Ausbildungweges ohnehin hat? Die viel erwartete Wandlung vom Kind zum Erwachsenen, der Unmengen an Verantwortung übernehmen muss. Geld verdienen, verpflegen, Geld vernünftig ausgeben, Wohnung sauber halten etc. pp – für viele wohl jetzt schon ein großes Problem ohne es schon leben zu müssen. Ich persönlich werde diesbezüglich ja vorerst keine Probleme haben. 23 Monate bei der Bundeswehr mit lebensfähigem Wehrsold. ;) Aber dazu wann anders mehr.
Wir sollen als Beispiele voran gehen. Wie stellen sich das denn alle vor? Wir sollen aus schlechte Ausbildung in der Schule sofort perfekte Beispiele abgeben? Klingt doof, ist es wahrscheinlich auch. Irgendwie. Wie Eduard bereits geschrieben hat, wird uns Menschen die Kindheit in all ihrer Rafinesse und Schönheit ausgetrieben und wir werden unseren Kindheitsserien, -Spiele und -Zeitschriften wohl nur hinterher trauern können. Noch – als Schüler jedenfalls – können wir logischerweise offen zugeben, dass wir Dieses und Jenes gerne lesen und schauen. Doch sehr bald wird man uns als angehende “Zukunft Deutschland” nicht mehr Ernst nehmen, sollten wir uns noch derart ausdrücken. Das ist Schade. Uns jungen Menschen wird zwanghaft versucht unsere Jugend auszutreiben. Aber ist dies nicht eigentlich ein Vorteil als ein Nachteil? Immerhin zeigt es doch, dass wird, die sog. “Zukunft Deutschlands”, die Welt nicht so grau sehen wollen, wie sie eigentlich ist. Eine gewisse Art von Comicmalerei in der heutigen Zeit schadet sicherlich niemanden, würde ich jetzt mal so behaupten.
Alles in Allem wünsche ich vielen Menschen viel Glück bei ihrem Einstieg in den Ernst des Lebens, wie man so schön sagt.